McDonald's: Von der Imbissbude zum Fast-Food-Milliardenkonzern
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McDonald’s ist die umsatzstärkste Fast-Food-Kette der Welt. Grund genug, um sich mit der Erfolgsgeschichte des Schnellrestaurants näher zu beschäftigen. Denn in den zurückliegenden Jahren wurden nicht nur Millionen Kunden zufrieden gestellt, sondern auch die Anteilseigner.
• Effizientes Service-System wird zum Erfolgsrezept • Heute die wertvollste Fast-Food-Kette der Welt
• Aktionäre freuen sich über ausnahmslose Dividendenzahlungen
Der Grundstein für die bekannteste, umsatzstärkste und wohl auch beliebteste Fast-Food-Kette der Welt wurde am 15. Mai 1940 von den Brüdern Richard und Maurice (Dick & Mac) McDonald gelegt. An diesem Tag eröffneten die Brüder ihr erstes gemeinsames Restaurant in San Bernardino im US-Bundesstaat Kalifornien mit dem Namen McDonald's Bar-B-Q.
Die Anfänge von Dick & MacDie Brüder Dick & Mac wurden 1909 und 1902 in New Hampshire als Kinder von irischen Einwanderern geboren. Mit dem Ziel, vor dem 50. Lebensjahr Millionär zu werden, starteten die beiden schon früh eine Karriere im Filmgeschäft. Als sich diese jedoch als relativ erfolglos erwies, verlegten die beiden Fast-Food-Pioniere ihren Wohnsitz nach Kalifornien und eröffneten dort eine kleine Imbissbude. Typisch für McDonald’s besaß auch schon das erste Restaurant der Kette einen zu der Zeit verbreiteten sogenannten Auto-Hop-Service bzw. Drive-In-Schalter.
Zu großer Bekanntheit kam das Burger-Restaurant jedoch erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, als die Brüder die klassische Hamburgerzubereitung auf eine innovative Art modernisierten. So stellten die Brüder ihr Restaurant ab 1948 auf Selbstbedienung um und führten das "Speedee Service System" ein. Mithilfe dieses Systems, welches sich am Fordismus orientierte, beschleunigten und rationalisierten die Brüder die Zubereitung der einzelnen Burger. Die einzelnen Arbeitsschritte zur Zubereitung der Menüs wurden dabei so unterteilt, dass jeder Mitarbeiter nur noch wenige Handgriffe in seinem eigenen Kompetenzbereich durchführen musste. Des Weiteren wurden plötzlich keine Sonderwünsche mehr gestattet und die Speisekarte des Restaurants wurde auf insgesamt neun Produkte reduziert. Das Hauptgericht war dabei der Hamburger für 15 US-Cent.
1954 - die US-Expansion kommt in FahrtBeeindruckt von der effizienten Zubereitung der Burger trat im Jahr 1954 der Mixer-Verkäufer Ray Kroc an die McDonald’s Brüder heran und unterbreitete ihnen den Vorschlag einer landesweiten Expansion. Dick & Mac glaubten an das große Potenzial einer Franchise-Kette, ließen sich überzeugen, den Versuch zu starten, und betrauten Kroc mit dieser Aufgabe. So eröffnete der ehemalige Mixer-Verkäufer am 15. April 1955 sein erstes Restaurant in Des Plaines im US-Bundesstaat Illinois.
Neben der Eröffnung von neuen Restaurants stand für Dick McDonald auch ein hoher Wiedererkennungswert für seine Geschäfte und die gesamte Marke im Fokus. So verpasste der Burger-Pionier seinen Restaurants die klassischen rot-weißen Fließen im Innenraum und entwarf goldene Bögen, die zunächst seitlich an den Gebäuden verbaut wurden. Diese sogenannten "Golden Arches", welche dann ein M formten, wurden zum weltberühmten Markenzeichen der Restaurant-Kette.
Da das Angebot der Hamburger-Restaurants genau den Nerv der damaligen Zeit traf, boomte das Geschäft in den 1950er Jahren enorm. Die Expansion ging dabei so schnell vonstatten, dass es 1959 bereits 100 Schnellrestaurants in den USA gab.
1961 - die McDonald’s-Brüder verkaufen ihre RechteDer ursprüngliche Vertag zwischen den McDonald’s-Brüdern und Ray Kroc sah vor, dass sich Kroc um die Expansion der Kette kümmert und die beiden Brüder um die Produktion. Doch diese Konstellation sorgte zunehmend für Streitigkeiten zwischen den Geschäftspartnern, und so kaufte Kroc den Brüdern die Rechte an der Marke McDonald’s im Jahr 1961 für 2,7 Millionen US-Dollar ab. Nach diesem Deal behielten die beiden Brüder nur noch ihr erstes Geschäft in San Bernardino, welches aufgrund des Streits mit Kroc in "Big M" umbenannt werden musste.
1965 - der Börsengang der Fast-Food-KetteUnter der Leitung von Kroc kam die Fast-Food-Kette am 21. April 1965 an die Börse. Die Aktie, welche für einen Preis von 22,50 US-Dollar emittiert wurde, kletterte dabei am ersten Handelstag um mehr als 30 Prozent auf rund 30 US-Dollar.
1967 - die internationale ExpansionMit Hilfe der Liquidität, die der Konzern durch den Börsengang eintreiben konnte, machte sich die Restaurantkette an die internationale Expansion. So eröffnete McDonald’s im Jahr 1967 erstmalig auch Restaurants außerhalb der USA. Kanada und Puerto Rico zählten dabei zu den ersten beiden Ländern, in denen sich die Fast-Food-Kette niederließ. Im Jahr 1971 folgte mit Amsterdam und München dann auch die Expansion nach Europa. Inzwischen gibt es weltweit mehr als 40.000 McDonald's-Filialen.
Eine Goldgrube für jeden InvestorAn der Börse bringt es die Restaurant-Kette, die Roy Kroc im Jahr 1961 für 2,7 Millionen US-Dollar erworben hat, inzwischen auf eine Marktkapitalisierung von mehr als 200 Milliarden US-Dollar. Investoren, die seit dem Börsengang an dem Konzern beteiligt sind, konnten sich somit bereits über eine kräftige Vervielfachung ihres Kapitals freuen.
Die Aktie sorgt jedoch nicht nur durch ihre Kursentwicklung für Begeisterung unter Anlegern, sondern auch durch ihre üppigen Gewinnausschüttungen, welche seit dem Jahr 1976 regelmäßig an die Aktionäre fließen. Denn seit 1976 wurde die Dividende jedes Jahr ausnahmslos angehoben. Mit dieser beeindruckenden Historie zählt der Konzern zur Elite der US-Dividenden-Aristokraten.
Redaktion finanzen.net
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