Berühmte Motorradmarke in Kolumbien kann dank Investitionen von Aktionären aus der Insolvenz herauskommen
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Die renommierte österreichische Motorradmarke KTM hatte im November 2024 Insolvenz angemeldet. Sie hatte einem Pressebericht zufolge Schulden in Höhe von knapp 2 Milliarden Euro angehäuft.
Daraufhin hatte die KTM AG am 25. November 2024 einen Restrukturierungsantrag in Europa gestellt. Bei einer Gläubigerversammlung wurde einem von der Muttergesellschaft Pierer Mobility AG vorgelegten Plan zugestimmt, der einen Erlass von 70 Prozent der Schulden vorsieht.
Als Entschädigung erhalten die Gläubiger eine Einmalzahlung in Höhe von 30 Prozent ihrer Forderungen, wofür die KTM AG bis zum 23. Mai 2025 einen Betrag von 548 Millionen Euro hinterlegen muss.
Nun wurde bestätigt, dass es dem Konzern am Dienstag, dem 26. Februar, dank einer 50 Millionen Euro schweren Investition des indischen Konzerns Bajaj Auto gelang, aus der Finanzkrise herauszukommen.
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KTM hat es geschafft, aus der Insolvenz herauszukommen. Foto: iStock
Mit der finanziellen Unterstützung seiner Anteilseigner kann das Unternehmen die Produktion wieder aufnehmen und den Betrieb fortführen. Dies ist der Fall im Werk Mattighofen, das seit Dezember 2024 seine Produktion eingestellt hatte und ab März 2025 den Betrieb schrittweise wieder aufnehmen kann.
Darüber hinaus gab die Pierer Industries AG bekannt, dass die KTM AG zur Finanzierung dieser Reaktivierung 50 Millionen Euro von ihren Aktionären erhält. Die Produktion dürfte innerhalb von drei Monaten wieder ein optimales Niveau erreichen und dann vier Fließbänder im Einschichtbetrieb laufen.
In einem Interview mit der Zeitung „Expansión“ bestätigte Rakesh Bhatt, CEO von Bajaj Auto und Mitglied des Verwaltungsrats der KTM AG, dass die 50 Millionen Euro bereits an den Sanierungsverwalter überwiesen wurden und weitere 100 Millionen Euro für künftige Investitionen auf einer Bank in den Niederlanden bereitstehen.
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Weitere 100 Millionen Euro stehen Bajaj Auto für Zukunftsinvestitionen zur Verfügung. Foto: iStock
Obwohl KTM in Kolumbien nicht zu den zehn meistverkauften Marken zählt, bleibt sie laut der Zeitung „Red+“ eine der begehrtesten Marken unter Liebhabern leistungsstarker Motorräder.
Nach Bekanntgabe der Insolvenz von KTM kamen Befürchtungen auf, dass dies Auswirkungen auf den Vertrieb der Motorräder des Unternehmens in Kolumbien haben könnte.
Das Angebot blieb jedoch stabil und es kam zu keinen nennenswerten Verkaufsunterbrechungen. Mit der erhaltenen Kapitalspritze wird sich die Situation nun verbessern.
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In Kolumbien hatte die Insolvenz der Marke keine Auswirkungen. Foto: iStock
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