Die Finanzkrise von Manchester United führt zur Entlassung von 200 Mitarbeitern
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Die Ankunft des INEOS-Eigentümers Jim Ratcliffe bei Manchester United hatte die Entlassung von 250 Mitarbeitern bis 2023 zur Folge und nun hat Omar Berrada, der Geschäftsführer des Clubs, die Entlassung von weiteren 200 Mitarbeitern angekündigt. Als Ratcliffe fast 28 Prozent der United-Aktien erwarb, wurde die Nachricht von den Fans mit Begeisterung aufgenommen. Es schien eine neue Ära für den Club anzubrechen, aber es war alles ganz anders.
Der britische Geschäftsmann hat die Erwartungen der Fans, die von großen Neuverpflichtungen träumten, nicht erfüllt. Stattdessen verfolgte er eine Politik der Kürzungen, die die Entlassung von Managern und ehemaligen Spielern, die Kürzung einiger Gehälter, die Abschaffung von Rentner- und Kinderermäßigungen im Old Trafford, eine Erhöhung der Gebühren für Behindertenparkplätze und eine Erhöhung der Eintrittspreise umfasste …
Obwohl Ratcliffe die Kontrolle über den Fußballbetrieb übernommen hat, konzentrierte sich sein Investitionsschwerpunkt eher auf die Infrastruktur als auf die Verstärkung des Teams. Er hat zudem klargestellt, dass es keine weiteren Neuverpflichtungen geben wird, wenn es zu keinen Spielerverkäufen kommt.
Die Atmosphäre bei Manchester United ist mittlerweile von Unsicherheit geprägt. Auch sportlich steckt das Team von Rubén Amorim in einer Krise und belegt in der Premier League den 15. Platz. Statt eine Verbesserung zu erzielen, wurde das Team für sein schlechtes Niveau kritisiert. Der Trainer selbst ging sogar so weit zu sagen, dass dies „die schlechteste Version von Manchester United in der Geschichte“ sein könnte und dass die Leistung des Teams die finanzielle Situation des Vereins beeinflusse.
Lesen Sie auch Manchester United steht vor einer beispiellosen sportlichen und wirtschaftlichen Krise Laura Campuzano
CEO Omar Berrada setzt einen Sanierungsplan um, da der Club seit fünf aufeinanderfolgenden Jahren Verluste macht. Er sagt, die Kürzungen seien notwendig, um in den sportlichen Erfolg investieren und die Einrichtungen verbessern zu können, ohne weiterhin Geld zu verlieren.
Seit dem Abgang von Alex Ferguson und David Gill hat der Verein rund 2,1 Milliarden Pfund für Neuverpflichtungen ausgegeben. Ratcliffe verpflichtete auch den Sportdirektor von Newcastle, entließ ihn jedoch nach fünf Monaten. Er beschloss außerdem, auf Trainer Erik ten Hag zu verzichten und zahlte 11 Millionen Euro an Sporting de Portugal, um seinen Nachfolger Amorim zu verpflichten.
Der Club hat im vergangenen Jahr außerdem 250 Millionen Pfund für Neuverpflichtungen ausgegeben. Spieler wie Leny Yoro, Manuel Ugarte und Josgua Zirkzee kamen in der Hoffnung, das Team zu verstärken, doch die Leistung entsprach nicht den Erwartungen. Die sportliche und finanzielle Krise verschärft sich und die Mitarbeiter leben in Angst vor weiteren Einschnitten.
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