Hacker haben 1,5 Milliarden Dollar von einer Kryptowährungsbörse gestohlen
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Bybit gab bekannt, dass der Angriff keine Auswirkungen auf die Kundenvermögen auf der Plattform gehabt habe und die Konten der Benutzer sicher seien. „Bybit ist in der Lage, diesen Verlust auszugleichen“, sagte der CEO des Unternehmens, Ben Zhou, auf seinem Social-Media-Account. „Das gesamte Kundenvermögen ist eins zu eins abgesichert und verlorene Gelder können wir aus eigenen Mitteln oder mit Krediten unserer Geschäftspartner decken“, sagte er.
Bybit, die nach Handelsvolumen zweitgrößte Kryptowährungsbörse der Welt, bedient mehr als 60 Millionen Benutzer. Nachdem der Angriff bekannt gegeben wurde, erhielt die Börse jedoch mehr als 350.000 Auszahlungsanträge. Dies hat zu Verzögerungen bei Fondstransaktionen geführt.
Laut den Nachrichten im Guardian: Das Unternehmen gab an, dass der Angriff während einer Ethereum-Überweisung erfolgte. Beim Überweisen von Geldern von einem Cold Wallet (einem sicheren Wallet ohne Internetverbindung) auf ein Hot Wallet (ein Online-Wallet für alltägliche Transaktionen) nutzten Hacker Sicherheitslücken aus, um Ethereum an eine unbekannte Adresse umzuleiten. CEO Zhou sagte, dass andere Wallets von dem Angriff nicht betroffen seien.
Nach Bekanntwerden des Diebstahls fiel der Preis von Ethereum um fast 4 Prozent. Der Markt erholte sich jedoch schnell und kehrte zu seinem vorherigen Niveau zurück.
Bybit hat Cybersicherheitsexperten um Hilfe gebeten, um die gestohlenen Gelder zurückzuerhalten. Das Unternehmen sagte, es werde mit führenden Kryptoanalysten und Sicherheitsexperten zusammenarbeiten, um den Angriff zu untersuchen. Darüber hinaus soll es denjenigen, die dabei helfen, die Hacker zu stoppen, einen Anreiz bieten, indem für das Auffinden von etwa 10 Prozent der gestohlenen Gelder eine Belohnung von 140 Millionen US-Dollar ausgesetzt wird.
Dieses Ereignis, das enorme Auswirkungen auf den Kryptowährungsmarkt hatte, war ein schwerer Schlag für den Sektor. Der Markt, der sich aufgrund der Wiederwahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA und seines Versprechens einer kryptofreundlichen Politik seit Kurzem in einer Erholungsphase befindet, erfährt durch derartige Angriffe einen Vertrauensverlust.
Es ist unbekannt, wer hinter dem Angriff steckt. Einige Experten gehen jedoch davon aus, dass die mit Nordkorea verbundene Lazarus Group in den Vorfall verwickelt sein könnte. Die Gruppe hatte bereits zuvor mit groß angelegten Cyber-Raubüberfällen Schlagzeilen gemacht, etwa mit dem 615 Millionen Dollar schweren Angriff auf die Ronin Group.
SÖZCÜ