Analyst zur Apple-Aktie: Der iKonzern könnte im KI-Wettstreit triumphieren

Lange sorgten sich Anleger wegen des zögerlichen KI-Engagements von Apple. Doch Analyst Ben Reitzes von Melius Research glaubt, dass sich eben dies für den iKonzern zum Vorteil entwickeln dürfte.
• Apple geht beim Thema KI vorsichtig vor • Partnerschaften mit OpenAI und anscheinend Alibaba • Analyst sieht Apple im Vorteil
Seit über einem Jahr dominiert am Aktienmarkt die Devise, dass künstliche Intelligenz der Weg zum Erfolg ist. Umso erstaunlicher erschien, dass Apple selbst in seiner jüngsten Gewinnmitteilung noch betont hatte, bei seinen Investitionen einen "sehr vorsichtigen und durchdachten Ansatz" zu verfolgen.
Fokus auf freien CashflowBen Reitzes von Melius Research vertritt laut "MarketWatch" die Meinung, dass sich dies letztlich als der bessere Weg erweise könnte. Denn Apple könne, indem es die Technologien anderer Unternehmen nutzt, im Grunde Investitions- und Betriebsausgaben auf andere Tech-Giganten "abwälzen", so der Analyst. "Dadurch kann Apple strukturell einen freien Cashflow generieren, der derzeit über dem Nettogewinn liegt, während die Umsätze in den nächsten Jahren steigen - was vielen anderen Unternehmen nicht gelingt", so der Analyst. Denn im Gegensatz zu Apple wollen Alphabet, Amazon, Meta Platforms und Microsoft ihre KI-Investitionen deutlich steigern, was aber schlussendlich ihren freien Cashflow belasten wird.
Laut Ben Reitzes könnte jedoch genau diese Finanzkennzahl an der Wall Street künftig stärker unter die Lupe genommen werden: "Apple könnte den letzten Lacher haben, da es eine echte 'Mautstraße' zur mobilen KI ist", schrieb er. "Während sich Kritiker auf "Builds" und Mikrodatenpunkte konzentrieren, ist es der freie Cashflow, der am Ende zählt. Apple kann eine Partnerschaft mit OpenAI (und eventuell mit Baidu in China) eingehen, während es öffentliche Cloud-Dienste nutzt, um Modelle zu trainieren und sein Dienstleistungsgeschäft zu betreiben".
Reitzes wies darauf hin, dass Apple im Geschäftsjahr 2024 einen freien Cashflow von 109 Milliarden US-Dollar erwirtschaftete, was über dem Nettogewinn von 104 Milliarden US-Dollar liegt. Für die Cloud-Unternehmen sehe das Verhältnis von freiem Cashflow zu Nettogewinn dagegen besorgniserregender aus.
Entdecken Sie das Barclays Platinum Double - die ultimative Reisekreditkarte! Genießen Sie weltweit gebührenfreie Zahlungen und Bargeldabhebungen. Profitieren Sie von umfassendem Reiseversicherungsschutz und bis zu 3 kostenlosen Partnerkarten. Jetzt über alle Vorteile informieren!*
Apples KI-PartnerschaftenReichlich spät, nämlich erst im vergangenen Oktober, startete der Konzern aus dem kalifonischen Cupertino einen großen Teil der Funktionen von "Apple Intelligence". Die Einführung dieser KI-Funktionen erfolgt schrittweise, so wurde etwa OpenAIs Chatbot ChatGPT mit der Veröffentlichung der Betriebssysteme iOS 18.2, iPadOS 18.2 und macOS Sequoia 15.2 Mitte Dezember 2024 in den Sprach-Assistenten Siri integriert.
In China ließ sich der US-Konzern sogar noch mehr Zeit. Erst vor einigen Tagen meldete die Nachrichtenagentur Reuters, dass Apple wohl eine Kooperation mit dem chinesischen Tech-Konzern Alibaba vereinbart hat, um KI-Funktionen für iPhone-Benutzer in China einzuführen, nachdem der iKonzern auch KI-Modelle anderer chinesischer Tech-Unternehmen, wie Baidu, Tencent, ByteDance und DeepSeek evaluiert hatte. Apple und Alibaba haben ihre gemeinsam entwickelten KI-Funktionen wohl bereits der chinesischen Cyberspace-Regulierungsbehörde zur Genehmigung vorgelegt und wollen die Dienste bereits im April auf den Markt bringen, hieß es in dem Bericht.
Redaktion finanzen.net
*Das bedeutet das Sternchen: Unsere News sind objektiv recherchiert und unabhängig erstellt. Damit unsere Informationen kostenlos abrufbar sind, werden manchmal Klicks auf Verlinkungen vergütet. Diese sogenannten Affiliate Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen. Geld bekommt die finanzen.net GmbH, aber nie der Autor individuell, wenn Leser auf einen solchen Link klicken oder beim Anbieter einen Vertrag abschließen. Ob die finanzen.net GmbH eine Vergütung erhält und in welcher Höhe, hat keinerlei Einfluss auf die Produktempfehlungen. Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus. Autoren, Herausgeber und die zitierten Quellen haften nicht für etwaige Verluste, die durch den Kauf oder Verkauf der in den Artikeln genannten Wertpapiere oder Finanzprodukte entstehen.
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Alibaba
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
Bildquellen: KIMIHIRO HOSHINO/AFP/Getty Images, Novikov Aleksey / Shutterstock.com
finanzen.net